Wer bei seinem Bauvorhaben Ressourcen einsparen und CO2 reduzieren möchte, entscheidet sich für Recycling-Baustoffe. Und wer Wert auf Individualität und Charakter legt, arbeitet mit historischem Material. Seit 2014 konzentriert sich DeFries, Mitglied der Schröder Bauzentrum Gruppe mit Sitz in Heide, auf die Aufarbeitung historischer Baustoffe, vor allem Ziegelsteine, Pflasterklinker und Dachziegel, aber auch Böden aus Holz.

Die Mitarbeiter reinigen alle Stücke, befreien sie von Mörtelresten und arbeiten sie manuell auf. Die Baustoffe werden bei Scheunenfunden, abgetragenen Höfen und Häusern selbst abgebaut.
Ein kleinerer Teil wird bei Abbruchunternehmen in ganz Europa erworben.
Im Gegensatz zu industriellen Produkten bleiben bei den historischen Baustoffen die charakteristischen Farbspiele, Oberflächen und Formen erhalten.
Private und gewerbliche Bauherren, Bauunternehmen und Architekten, die Qualität suchen und Nachhaltigkeit wertschätzen, wählen aus einem breiten Sortiment an Verblendern, Riemchen und Natursteinen, ebenso Holz, Möbel und Deko-Elemente für den Innen- und Außenbereich.
DeFries hatte mit der Fachhochschule Westküste (FHW) errechnet, wieviel CO2 sich beim Bau eines Einfamilienhauses einsparen lässt. Bei einer durchschnittlichen Menge von 22 Tonnen Ziegeln beträgt die CO2-Ersparnis 7,5 Tonnen, berichtet Jörg Lass, der Geschäftsführer des Unternehmens. Bei einem Bauprojekt mit Steinen von DeFries belegt ein unabhängig erstelltes CO2-Zertifikat, wie viel CO2 eingespart werden kann.
Im Januar 2025 hat DeFries als bundesweit erstes Unternehmen für seine historischen Mauerziegel eine Umweltproduktdeklaration (EPD) erhalten, die über das Institut Bauen und Umwelt e. V. (IBU) veröffentlicht wurde. Die EPD liefert wissenschaftlich fundierte und unabhängige Daten zur Umweltperformance eines Bauprodukts über dessen gesamten Lebenszyklus. Alle über das IBU veröffentlichten EPDs wurden von unabhängigen Dritten geprüft und gemäß internationalen Standards verifiziert.



Im schwedischen Växjö erhielten 140.000 Abrissziegel ein neues Leben. Steine aus alten Gebäuden wurden manuell aufbereitet und gemischt. Es entstanden 2.700 m2 Fassade mit charaktervoller Struktur und ein Neubau mit Geschichte, bei dem ca. 115 Tonnen CO2 eingespart wurden. Das ist messbarer Klimaschutz vereint mit langlebiger Architektur.