Dichter, sattgrüner Rasen ist ein Blickfang im Garten. Damit die Rasenfläche gesund bleibt und Unkraut keine Chance hat, sollte der Rasen sorgfältig und systematisch gepflegt werden. Die wesentlichen Elemente der Rasenpflege sind das Düngen, Mähen und Wässern. Darüber hinaus muss die Pflege-Routine an die Jahreszeit angepasst werden. Wer sich die Mühe macht, seinen Rasen sorgfältig zu pflegen, wird mit einer wunderschönen Rasenfläche belohnt und sicherlich von so manchem Nachbarn beneidet.
Die optimale Rasenpflege im Jahresverlauf
Damit der Rasen gesund bleibt und kräftig wächst, benötigt er eine professionelle Pflege. Die Pflegeroutine verändert sich im Jahresverlauf und wird an die Witterungsverhältnisse angepasst. Dabei unterscheidet man grob zwischen der Vegetationsphase und der Ruhephase des Rasens. Die Vegetationsphase dauert vom Frühling bis zum Herbst. In dieser Zeit wächst der Rasen stetig. Während der Ruhephase vom Spätherbst bis zum Ende des Winters findet kein Wachstum statt. Dennoch sollte auch in dieser Zeit die Rasenpflege nicht vernachlässigt werden.
Rasenpflege im Frühjahr
Der Winter hat im Garten und somit auch auf dem Rasen Spuren hinterlassen. Schnee und Frost sowie lange Regenphasen führen dazu, dass sich braune Stellen zeigen oder der Rasen stellenweise sogar kahl ist. Jetzt gilt es, den Rasen durch eine konsequente Pflege fit zu machen für die Sommersaison:
- Entfernen abgestorbener Gräser
- Düngen
- Mähen
- Vertikutieren
- Reparieren
- Neuanlage
Im ersten Schritt werden abgestorbene und verklebte Gräser mit einem Laubrechen entfernt. Wenn die Temperaturen steigen und die Sonneneinstrahlung zunimmt, beginnt die Vegetationsphase. Das Gras wächst ungefähr ab Mitte März, sobald die Temperatur weder am Tag noch in der Nacht unter zehn Grad Celsius sinkt. Jetzt sollte der Rasen zum ersten Mal gedüngt werden. Ein Langzeitdünger versorgt die Rasenpflanzen bis zu einhundert Tage mit Nährstoffen. Zehn Tage nach dem Düngen wird es Zeit für das erste Mähen der Saison. Auf diese Weise werden ein kräftiges Wachstum und eine optimale Bestockung der Gräser gefördert. Wöchentliches Mähen ist die beste Voraussetzung für einen kräftigen, gesunden Rasen.

Danach gelangen Wasser, Luft und Nährstoffe wieder ungehindert zu den Wurzeln der Gräser, sodass ein kräftiges Wachstum angeregt wird. Zeigen sich kahle Stellen, wird der Rasen mit einer speziellen Reparaturmischung nachgesät. Es ist wichtig, das Substrat permanent feuchtzuhalten, damit sich die Keimlinge bestens entwickeln.
Das Frühjahr ist außerdem die perfekte Zeit, um Rasen durch Aussäen neu anzulegen. Für schnelle Erfolge sorgen eine sorgfältige Vorbereitung des Bodens und das Ausbringen eines phosphathaltigen Rasendüngers. Wenn sich während der Winterzeit Moos ausgebreitet hat, ist es empfehlenswert, einen Dünger mit Moosvernichter zu wählen. Die beste Vorbeugung gegen Moose und Unkraut ist eine sorgfältige Rasenpflege. Kräftige Rasenpflanzen verdrängen sowohl Unkraut als auch Moos und sind weitgehend resistent gegen Pilzkrankheiten oder Schimmel.
Wird die Rasenfläche komplett neuangelegt oder müssen größere kahle Stellen geschlossen werden, ist die Verwendung von Rollrasen eine praktische Alternative zum Aussäen.
Rasenpflege im Sommer
Jetzt ist die Zeit des maximalen Wachstums und der maximalen Beanspruchung der Rasenfläche. Der Rasen sollte weiterhin wöchentlich gemäht werden. Außerdem ist eine zweite Düngung erforderlich, die wiederum mit einem Langzeitdünger erfolgt. Hochwertige Dünger sind umweltverträglich und setzen Stickstoff kontrolliert frei, sodass der Rasen selbst bei starker Sonneneinstrahlung nicht verbrennt.

Rasenpflege im Herbst
Die Wachstumsphase reicht bis tief in den Herbst hinein. Solange der Rasen wächst, sind regelmäßiges Mähen und Wässern bei Trockenheit unverzichtbar. In besonders warmen Jahren kann die Vegetationsphase bis zum November dauern. Im Herbst wird es Zeit für eine dritte Düngung. Dadurch werden Schäden aufgrund starker Beanspruchung im Sommer ausgeglichen und der Rasen auf die Ruhephase im Winter vorbereitet. Diese Düngung sollte mit einem kaliumhaltigen Düngemittel erfolgen. Ein hoher Kaliumgehalt ist der beste Schutz vor Frostschäden und Pilzerkrankungen. Der Herbst ist ebenfalls eine gute Zeit, um Rasen neu anzulegen oder kahle Stellen zu reparieren. Durch die Wärme des Sommers bietet der Boden sehr gute Wachstumsbedingungen, sodass die Grasnarbe vor dem Wintereinbruch geschlossen wird. Beim letzten Rasenschnitt des Jahres kürzt man den Rasen auf ungefähr sechs Zentimeter. Als Abschluss der Rasenpflege im Herbst sollten dann das Schnittgut und Herbstlaub entfernt werden, damit sich darunter keine Fäulnis bildet.
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Rasenpflege bei Krankheiten und Schädlingsbefall

Allgemeine Pflegetipps wie regelmäßiges Mähen, tiefes und seltenes Bewässern sowie das Vertikutieren im Frühjahr und Herbst tragen zur Gesunderhaltung des Rasens bei. Aerifizieren verbessert die Bodenstruktur und die Wasseraufnahme, während die Anpassung des pH-Werts des Bodens durch Kalk oder Schwefel das Wachstum fördert. Durch diese vorbeugenden und gezielten Maßnahmen bleibt der Rasen gesund und widerstandsfähig gegenüber Krankheiten und Schädlingen.
